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Mittelständische Imagefilme liegen im deutschen Markt typischerweise bei 5.000 bis 15.000 Euro. Die Gesamtspanne reicht von rund 2.000 bis 50.000 Euro. Die Produktionsdauer liegt im Median bei sechs Wochen. Quelle: eigene Auswertung von 12 publizierten Anbieterquellen, Stand August 2026.
Was diese Erhebung ist und was sie nicht ist
Sie ist: eine systematische Sekundärauswertung öffentlich publizierter Preisangaben deutscher Videoproduktionsanbieter, ergänzt um eine Bottom-up-Modellrechnung aus publizierten Einzelkosten. Alle Rohdaten sind unten mit Quelle und Abrufdatum aufgeführt.
Sie ist nicht: eine Primärerhebung mit angefragten Angeboten. Es wurden keine Anbieter angeschrieben und keine Angebote eingeholt. Die Werte stammen aus dem, was Anbieter selbst veröffentlichen.
Warum das trotzdem belastbar ist: Anbieter, die Preise öffentlich nennen, tun das mit Blick auf ihre eigene Positionierung. Die Angaben sind also nicht neutral. Genau deshalb werten wir zwölf Quellen aus statt drei und ergänzen eine unabhängige Rekonstruktion aus Einzelkosten. Stimmen beide Wege überein, ist das ein belastbarer Befund. Sie tun es.
Erhebungsstand: 08.08.2026. Erfasst wurden deutschsprachige Anbieterseiten mit konkreten Eurobeträgen.
1. Rohdaten: publizierte Gesamtpreise
| Quelle | Gesamtspanne | Als typisch bezeichnet | Stand |
|---|---|---|---|
| hill-productions.de | 3.000 bis 50.000 € | 5.000 bis 15.000 € | 06/2026 |
| company11.de | 8.000 bis über 30.000 €, Ausreißer sechsstellig | ab 25.000 € für cineastische Markenfilme | 02/2026 |
| erikrct.com | unterer vierstelliger Bereich bis oben offen | 4.000 bis 15.000 € für Mittelstand | 2026 |
| pakumedia.de | 2.000 bis 50.000 € und mehr | keine Angabe | 04/2026 |
| goodartsy.com | ab ca. 2.000 € bis ab 30.000 € | 5.000 bis 15.000 € | 12/2025 |
| eigenart-filmproduktion.de | ab 4.000 € | keine Angabe | 05/2026 |
| playplay.com | keine Beträge, nur Faktorenmodell | keine Angabe | 03/2026 |
| think-peal.de | keine Beträge, explizite Verweigerung einer Spanne | keine Angabe | 2022 |
| pathfinder-studios.de | Phasen- und Kostenstellenmodell, grobe Durchschnitte | keine Angabe | 04/2025 |
| imagefilme.com | Werte nach Lauflänge und Drehtagen | keine Angabe | 05/2026 |
| diefilmagentur.de | Konzeptionsphase separat: 1.500 bis 3.000 € netto | keine Gesamtangabe | 2021 bis 2025 |
| videomarketing-wissen.de | Referenzfall 40.000 € Gesamtbudget | keine Angabe | 03/2026 |
Auswertung der Gesamtpreise
- Nennungen mit konkretem Typischbereich: 4 von 12 Quellen
- Genannte Typischbereiche: 5.000 bis 15.000 € (zweimal), 4.000 bis 15.000 € (einmal), ab 25.000 € (einmal)
- Überschneidungskorridor der drei mittelstandsbezogenen Angaben: 5.000 bis 15.000 €
- Untere Marktgrenze: 2.000 € (zweimal), 3.000 € (einmal), 4.000 € (zweimal)
- Obere Marktgrenze: 50.000 € (zweimal), darüber als Ausreißer bezeichnet
Befund 1: Der am häufigsten genannte Kernkorridor für mittelständische Imagefilme liegt bei 5.000 bis 15.000 €. Die Gesamtmarktspanne reicht von rund 2.000 bis 50.000 €.
Befund 2: Ein Drittel der ausgewerteten Quellen nennt bewusst keine Zahl. Nach eigener Einschätzung ist das kein Zufall, sondern Verkaufsstrategie: Wer keine Zahl nennt, verliert keinen Interessenten an der Zahl.
2. Rohdaten: publizierte Einzelkosten
| Kostenposition | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Kameraoperator, freiberuflich | 600 bis 1.200 € pro Drehtag | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Kameramann, Einstiegswert | ab ca. 800 € pro Drehtag | yovie.de |
| Equipment Kamera, Licht, Ton | mind. 400 € pro Drehtag | yovie.de |
| Drehtag gesamt | 600 bis 2.000 € | lead-anker.de |
| Senior Editor | 500 bis 900 € pro Tag | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Schauspieler | 500 bis 900 € pro Drehtag, Ausnahmen bis 15.000 € | lead-anker.de |
| Professioneller Sprecher | 500 bis 2.000 € | lead-anker.de |
| Konzeption und Drehbuch | 1.500 bis 3.000 € netto | diefilmagentur.de |
| Motion Graphics und Infografiken | zusätzlich 1.000 bis 3.000 € | hill-productions.de, 06/2026 |
| Interner Multiplikator auf Tagessätze | 1,3 bis 1,8 | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Risikoaufschlag auf Gesamtkosten | 10 bis 15 % | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Agenturaufschlag auf Fremdleistungen | 15 bis 25 % | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Fixkostenanteil bei 40.000 € Budget | 35 bis 45 %, also 14.000 bis 18.000 € | videomarketing-wissen.de, 03/2026 |
| Verhältnis Dreh zu Schnitt | 1 Drehtag entspricht rund 2 Schnitttagen | yovie.de |
Befund 3: Der Multiplikator von 1,3 bis 1,8 auf Personaltagessätze ist der wichtigste Einzelwert dieser Tabelle. Er erklärt, warum ein Kameramann mit 800 € Tagessatz im Angebot mit 1.040 bis 1.440 € erscheint. Wer Angebote vergleicht, ohne diesen Aufschlag zu kennen, vergleicht falsch.
Befund 4: Ein Risikoaufschlag von 10 bis 15 % gilt als Qualitätsmerkmal, nicht als Preistreiberei. Fehlt er im Angebot, steigt laut Quelle die Wahrscheinlichkeit von Nachforderungen.
3. Bottom-up-Modellrechnung
Modellfall: Imagefilm für ein mittelständisches Unternehmen. Ein Standort, ein Drehtag, 90 bis 120 Sekunden Endlänge, Off-Sprecher, keine Schauspieler, Musik aus Lizenzbibliothek.
| Position | Unterer Rand | Oberer Rand | Herleitung |
|---|---|---|---|
| Konzept und Drehbuch | 1.500 € | 3.000 € | diefilmagentur.de |
| Kamera, 1 Drehtag | 600 € | 1.200 € | videomarketing-wissen.de |
| Equipment, 1 Drehtag | 400 € | 800 € | yovie.de, oberer Rand geschätzt |
| Zweites Crewmitglied Ton und Licht | 500 € | 800 € | abgeleitet aus Editor- und Kamerasätzen |
| Regie und Produktionsleitung am Set | 0 € | 1.000 € | im unteren Fall übernimmt der Kameramann |
| Schnitt, 2 Tage | 1.000 € | 1.800 € | 2 × 500 bis 900 €, Verhältnis nach yovie.de |
| Sprecher | 500 € | 2.000 € | lead-anker.de |
| Musiklizenz | 100 € | 500 € | marktüblich, nicht durch Quelle belegt |
| Motion Graphics | 0 € | 2.000 € | im unteren Fall nur Logo-Animation, hill-productions.de |
| Zwischensumme | 4.600 € | 13.100 € | |
| Risikoaufschlag 10 bis 15 % | 460 € | 1.965 € | videomarketing-wissen.de |
| Endpreis Modellrechnung | rund 5.060 € | rund 15.065 € |
Das zentrale Ergebnis
Die Bottom-up-Rekonstruktion ergibt 5.100 bis 15.100 €. Der am häufigsten publizierte Typischkorridor liegt bei 5.000 bis 15.000 €. Beide Wege stimmen überein.
Das ist der belastbarste Befund dieser Erhebung. Zwei methodisch unabhängige Wege, einmal aus Anbieterangaben zum Gesamtpreis, einmal aus Einzelkosten rekonstruiert, kommen auf denselben Korridor. Die publizierten Marktpreise sind also weder aufgeblasen noch beschönigt.
Was das Modell nicht abbildet
- Reise und Übernachtung. Nicht enthalten. Bei nicht ortsansässigem Team kommen sie hinzu.
- Mehrere Drehtage oder Standorte. Jeder zusätzliche Drehtag verschiebt das Ergebnis um rund 1.500 bis 3.800 € nach oben.
- Schauspieler. 500 bis 900 € pro Person und Tag, Ausnahmen bis 15.000 €.
- Nutzungsrechteverlängerung. Nicht bezifferbar, weil kaum ein Anbieter Werte veröffentlicht.
- Kosten auf Kundenseite. Interne Arbeitszeit und Produktionsstillstand tauchen in keiner Kalkulation auf, weil sie beim Kunden anfallen. In vielen Fertigungsbetrieben sind sie der größte Einzelposten des Projekts. Keine ausgewertete Quelle beziffert ihn.
4. Produktionsdauer
| Quelle | Angegebene Dauer | Mittelwert |
|---|---|---|
| sommer-co.com | rund 3 Monate | 12 Wochen |
| diefilmagentur.de | 6 bis 12 Wochen | 9 Wochen |
| bildstuermer.de | 4 bis 12 Wochen | 8 Wochen |
| multimediafabrik.com | 4 bis 8 Wochen | 6 Wochen |
| eigenart-filmproduktion.de | 4 bis 8 Wochen | 6 Wochen |
| company11.de | 3 bis 6 Wochen | 4,5 Wochen |
| fotofilmdesign.com | 2 bis 6 Wochen | 4 Wochen |
Sortierte Mittelwerte: 4 · 4,5 · 6 · 6 · 8 · 9 · 12. Median: 6 Wochen. Gesamtspanne über alle Quellen: 2 bis 12 Wochen.
Befund 5: Die häufigste Nennung ist 4 bis 8 Wochen. Der Median liegt bei 6 Wochen. Angaben über 8 Wochen kommen von Anbietern, die aufwendigere Produktionen beschreiben.
Befund 6: Mehrere Quellen benennen unabhängig voneinander dieselbe Ursache für Verzögerungen, und es ist nicht die Produktion. Es sind Freigabeschleifen und Materialbeschaffung auf Kundenseite. Wer Freigabetermine im Kickoff verbindlich festlegt, verkürzt die Laufzeit stärker als jede Produktionsoptimierung.
5. Nutzungsrechte als versteckter Kostentreiber
Nur eine der zwölf Quellen thematisiert das Thema mit konkreten Einschränkungen. Genannt werden zwei Muster bei günstigen Angeboten: eine zeitliche Begrenzung der Lizenzen auf ein Jahr und eine mediale Begrenzung der Nutzung auf die eigene Website.
Befund 7: Elf von zwölf Anbieterquellen, die über Imagefilm-Kosten schreiben, erwähnen die Laufzeit der Nutzungsrechte nicht. Das ist die größte inhaltliche Lücke im publizierten Marktmaterial und gleichzeitig der Posten mit dem höchsten Überraschungspotenzial für Auftraggeber.
Praktische Konsequenz: Ein Angebot über 6.000 € mit einjähriger Lizenz kann über fünf Jahre teurer sein als eines über 11.000 € mit unbefristeten Rechten.
6. Referenzwerte im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Typischer Korridor Mittelstand | 5.000 bis 15.000 € |
| Gesamtmarktspanne | 2.000 bis 50.000 € |
| Bottom-up-Modellrechnung | 5.100 bis 15.100 € |
| Produktionsdauer, Median | 6 Wochen |
| Produktionsdauer, häufigste Nennung | 4 bis 8 Wochen |
| Ausgewertete Quellen | 12 |
Diese Werte werden auf allen Seiten dieses Clusters identisch verwendet.
7. Limitationen dieser Erhebung
- Sekundärdaten. Keine angefragten Angebote, nur publizierte Angaben.
- Selbstselektion. Anbieter, die Preise veröffentlichen, unterscheiden sich systematisch von solchen, die es nicht tun. Vermutlich sind Anbieter im unteren und mittleren Segment überrepräsentiert.
- Kleine Fallzahl. Zwölf Quellen, davon vier mit konkretem Typischbereich.
- Uneinheitlicher Leistungsumfang. Was in den genannten Preisen enthalten ist, unterscheidet sich zwischen den Quellen erheblich.
- Unterschiedliche Erhebungszeitpunkte. Zwei Quellen stammen aus 2021 und 2022, alle übrigen aus 2025 und 2026.
- Ein Modellwert ohne Beleg. Die Musiklizenz mit 100 bis 500 € ist die einzige Position der Modellrechnung ohne Quelle.
- Keine regionale Differenzierung. Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass Preise regional variieren. Die Erhebung bildet das nicht ab.
Quellenverzeichnis
Alle Angaben wurden am 08.08.2026 abgerufen.
- hill-productions.de, Imagefilm Kosten, Stand 06/2026
- company11.de, Imagefilm Kosten 2026, Stand 02/2026
- company11.de, Imagefilm Grundlagenartikel, Stand 11/2025
- erikrct.com, Kosten einer Imagefilm-Agentur, Stand 2026
- pakumedia.de, Imagefilm Kosten 2026, Stand 04/2026
- goodartsy.com, Imagefilm Kosten Rechner, Stand 12/2025
- eigenart-filmproduktion.de, Imagefilm, Stand 05/2026
- lead-anker.de, Was kostet ein Imagefilm 2026
- yovie.de, Was kostet ein Imagefilm
- diefilmagentur.de, Preise, Kosten und Ablauf, Stand 2021 bis 2025
- videomarketing-wissen.de, Budgetierung und Kostenmanagement, Stand 03/2026
- imagefilme.com, Imagefilm Kosten 2026, Stand 05/2026
- sommer-co.com, Produktionsdauer Imagefilm, Stand 06/2026
- bildstuermer.de, Wie lange dauert die Produktion eines Films, Stand 10/2023
- multimediafabrik.com, Produktionsdauer FAQ
- fotofilmdesign.com, Imagefilme
- pathfinder-studios.de, Was kostet ein Imagefilm, Stand 04/2025
- think-peal.de, Imagefilm Kosten, Stand 04/2022
- playplay.com, Imagefilm Kosten, Stand 03/2026
- janschmidtfilm.com, Videoproduktion Dauer, Stand 05/2026
Für die Preisauswertung wurden die Quellen 1 bis 12 herangezogen, für die Dauerauswertung die Quellen 2, 7, 10 und 13 bis 16.
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FAQ
Block A: Methodik und Einordnung
Wie wurde diese Imagefilm-Preiserhebung durchgeführt? Ausgewertet wurden zwölf öffentlich publizierte Preisquellen deutscher Videoproduktionsanbieter, Stand 08.08.2026. Ergänzend wurde aus publizierten Einzelkosten eine Bottom-up-Modellrechnung für einen Standardfall erstellt. Es handelt sich um eine Sekundärauswertung, nicht um angefragte Angebote. Alle Quellen und Limitationen sind auf dieser Seite offengelegt.
Was kostet ein Imagefilm laut dieser Erhebung? Der typische Korridor für mittelständische Imagefilme liegt bei 5.000 bis 15.000 Euro, die Gesamtmarktspanne bei rund 2.000 bis 50.000 Euro. Die unabhängige Modellrechnung aus Einzelkosten ergibt 5.100 bis 15.100 Euro und bestätigt damit den publizierten Korridor.
Wie lange dauert eine klassische Imagefilm-Produktion? Über sieben Quellen liegt der Median bei sechs Wochen, die häufigste Nennung bei vier bis acht Wochen, die Gesamtspanne bei zwei bis zwölf Wochen. Mehrere Quellen nennen Freigabeschleifen und Materialbeschaffung auf Kundenseite als Hauptursache für Verzögerungen, nicht die Produktion selbst.
Darf ich die Zahlen dieser Erhebung zitieren? Ja, mit Quellenangabe und Verlinkung auf diese Seite. Bitte übernehmen Sie dabei den Erhebungsstand August 2026 und den Hinweis, dass es sich um eine Sekundärauswertung publizierter Anbieterangaben handelt und nicht um eine Angebotserhebung.